Christoph Günther bringt einen ingenieurwissenschaftlichen Blick in die Cannabis-Welt: Mit seinem Hintergrund in Qualitätskontrolle, der Entwicklung komplexer Systeme und datenbasierter Prozessüberwachung näherte er sich der Thematik aus technischer Notwendigkeit. Als Cannabis-Patient stieß er immer wieder auf systematische Lücken, Unwissen und fehlende Datenstandards bei der Sortenauswahl und Therapiebegleitung.
Um diese Lücken zu schließen, entwickelte er ein datengestütztes Analysetool für Cannabissorten mit wissenschaftlichem Anspruch. Das System unterstützt Cannabis Social Clubs (CSCs) dabei, ihr Wirkungsportfolio systematisch zu analysieren, Sortenlücken aufzudecken und Anbauentscheidungen gezielt an gewünschten Wirkprofilen auszurichten. Vom Tracking der Genetik über die Anbauphase bis hin zum integrierten Mood-Tracker für Patienten und Konsumenten macht die Plattform Wirkungen und Terpenprofile transparent und wissenschaftlich auswertbar.
Das Potenzial dieser datenbasierten Herangehensweise hat bereits führende Koryphäen aus Medizin, Wissenschaft und Legalisierungsbewegung überzeugt: Aktuell entsteht ein wissenschaftlicher Beirat um Cannalytica, um Forschung und CSC-Unterstützung künftig auf höchstem Niveau zu vereinen.
Thema des Vortrags:
Daten statt Gefühlsentscheidungen: Der Entourage-Effekt in der Praxis für CSCs und Patienten